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28. Mai 2009

Stellen Winterreifen bei sommerlichen Temperaturen ein Sicherheitsrisiko dar? Soll man sie bei Erreichen der empfohlenen Mindest-Profiltiefe fĂŒr Wintereinsatz (4 mm) im FrĂŒhjahr „aufbrauchen“? Ein ADAC-Vergleich

So verhalten sich neue Winterreifen:
Trockene Fahrbahn
Auf trockener Fahrbahn liegen die SchwĂ€chen reiner Winterreifen vor allem beim Bremsen. Je nach Temperatur bedeutet das bei Tempo 100 einen zusĂ€tzlichen Anhalteweg von 16 Metern. Beim Handling sind die Unterschiede nicht so extrem. Bei niedrigeren Temperaturen erreichten die Winterreifen gute Ergebnisse, bei höheren Temperaturen ließ das Grip-Niveau im Schnitt um eine dreiviertel Note nach. Mit zunehmendem Fahrzeuggewicht, etwa durch UrlaubsgepĂ€ck, zeigt sich eine deutliche Verschlechterung in der FahrstabilitĂ€t. Dies ist vor allem bei kleinen Lenkbewegungen in lang gezogenen Kurven und Autobahnausfahrten zu spĂŒren.
Auf Grund dieser deutlichen Ergebnisse sollten Winterreifen im Sommer nicht verwendet werden.
Bei den Ganzjahresreifen verhĂ€lt es sich Ă€hnlich. Der ausgewĂ€hlte Ganzjahresreifen hatte nur „bedingt empfehlenswerte“ Wintereigenschaften und kam auf trockener Fahrbahn etwas besser mit höheren Temperaturen zurecht als die Winterreifen. GegenĂŒber einem Sommerreifen birgt der Ganzjahresreifen aufgrund seines immer noch deutlich lĂ€ngeren Bremsweges ein gewisses Risiko im Sommer.

Nasse Fahrbahn
Die Untersuchungen zeigten keine großen Unterschiede der Bremsleistungen auf NĂ€sse bei verschiedenen Außentemperaturen. Winterreifen mit guten Nassbremseigenschaften liegen im Bereich der Sommerreifen, ebenso der Ganzjahresreifen.
Auf nasser Fahrbahn zeigen Winterreifen auch im Sommer nur geringe Nachteile gegenĂŒber Sommerreifen.
Fazit
Moderne Reifen sind Spezialisten fĂŒr ihre jeweilige Jahreszeit. Winterreifen zeigen auf trockener Fahrbahn deutliche Sicherheitsrisiken. Von der Verwendung in den Sommermonaten ist abzuraten. Ganzjahresreifen schneiden etwas besser ab, allerdings gibt es den absoluten Ganzjahresreifen nicht. Die wintertauglichen Ganzjahresreifen sind als Winterreifen ausgelegt, somit verhalten sie sich auch im Sommer Ă€hnlich wie Winterreifen. Ganzjahresreifen mit einer schlechteren Wintertauglichkeit stehen im Sommer besser da als Winterreifen, jedoch haben auch sie einen deutlichen Nachholbedarf auf trockener Straße. Winterreifen mit wenig Profil können in den Sommermonaten weiterhin gefahren werden, um sie wirtschaftlicher zu nutzen. Allerdings ist aufgrund der geringen Profiltiefe mit Sicherheitsrisiken bei nasser Fahrbahn zu rechnen.

Quelle: ADAC





26. Mai 2009

Auch Fahrer von Allradautos mĂŒssen auf Winterreifen umrĂŒsten.





23. Mai 2009

Im Herbst predigt die Reifenbranche, Winterreifen aufzuziehen. Und im FrĂŒhling? Da sollte eigentlich wieder auf die Sommerbereifung gewechselt werden. Doch immer mehr Autofahrer rĂŒsten gar nicht mehr um und fahren mit Winterreifen durch den Sommer. Eine fragwĂŒrdige Praxis.

Mehr als die HĂ€lfte der deutschen Autofahrer ist bei Eis und Schnee mit Winterreifen unterwegs – ein Erfolg, den die Reifenbranche auch dank massiver Werbung erkĂ€mpft hat. Doch das GeschĂ€ft mit dem UmrĂŒsten hat einen Haken: Immer mehr Autofahrer entscheiden sich im FrĂŒhling, einen Bogen um die Werkstatt zu machen und mit Winterbereifung weiterzufahren, auch wenn es allenthalben grĂŒnt und Spaniens BlĂŒten blĂŒhen.

Zwar gibt es noch keine offizielle Statistik ĂŒber die Zahl der UmrĂŒstmuffel, doch beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) spricht man “von einem eindeutigen Trend zum Fahren mit Winterreifen im Sommer”, so Hans-JĂŒrgen Drechsler, stellvertretender GeschĂ€ftsfĂŒhrer der HĂ€ndlervereinigung. “Die Verbraucher wollen vor allem Kosten fĂŒr fĂ€llige neue Sommerreifen sparen.” Doch ist die Fahrt mit WinterausrĂŒstung zum Beispiel in den Sommerurlaub ĂŒberhaupt erlaubt? “Winterreifen im Sommer zu fahren ist zwar nicht verboten, ist aber auch nicht anzuraten”, sagt BRV-Sprecher Drechsler.

Denn die Winterpneus auf warmen Straßen sind so praktisch wie Moonboots am Strand. Der Fahrkomfort lĂ€sst nach, da sich Profilgestaltung und Gummimischung von Sommer- und Winterreifen grundlegend unterscheiden. Sommerreifen haben grobe Profile ohne zusĂ€tzliche Lamellen, ideal fĂŒr trockenen und vor allem warmen Asphalt. Die Wintermodelle wiederum werden mit relativ kleinstrukturierten Profilen mit meist mehr als 2000 Lamellen ausgestattet. Diese bieten zusĂ€tzliche Griffkanten auf kalten und rutschigen Straßen. Außerdem ist die Gummimischung von Winterreifen deutlich weicher als die von Sommerreifen, zusĂ€tzliche Öle sorgen fĂŒr ein geschmeidiges Verhalten auch bei Frost. Denn schon bei Temperaturen von unter sieben Grad Celsius kann das Gummi von Sommerpneus zu hart werden, um bei kaltem und mitunter rutschigem Asphalt den nötigen Grip aufzubringen. Winterreifen wiederum leiden im Sommer – die AuflageflĂ€che der weicheren Pneus vergrĂ¶ĂŸert sich und damit auch der Abrieb. Das belastet zum einen die Umwelt, zum anderen verringert sich die Lebensdauer der Reifen.

Wer ab FrĂŒhling nun weiter mit seiner Winterbereifung unterwegs ist, verbraucht im Schnitt rund ein Prozent mehr Kraftstoff. Gerade fĂŒr Vielfahrer kann sich das zu einem erklecklichen Betrag summieren. Außerdem begibt man sich unnötig in Gefahr. Bei einer sommerlichen Temperatur von 20 Grad Celsius ist der Bremsweg mit Sommerreifen rund fĂŒnf Meter kĂŒrzer als mit Winterreifen – gemessen bei trockener Fahrbahn und einer Geschwindigkeit von 100 km/h. “Schon der kleinste Auffahrunfall mit Blechschaden ist meist deutlich teurer als ein Satz Sommer- oder Winterreifen”, sagt Jan Hennen, Sprecher des französischen Reifenherstellers Michelin. “Wer regelmĂ€ĂŸig von Winter- auf Sommerreifen wechselt, erhöht wegen der besser angepassten Gummimischungen zudem die Laufleistung seiner Reifen. So hat man die Kosten fĂŒr einen zweiten Satz RĂ€der und die UmrĂŒstung schnell wieder herausgeholt.”

Quelle: Spiegel online





22. Mai 2009

Der Kauf von gebrauchten Sommer- und Winterreifen kann auf den ersten Blick so verlockend sein. Die Profiltiefe ist ein messbarer Wert und lĂ€sst sich noch mit recht einfachen MittelnÂ ĂŒberprĂŒfen. Viele achten dann aber schon nicht mehr auf das Alter und die DOT – Nr..

GrundsĂ€tzlich gilt: Beim Gebrauchtreifenkauf ist Vorsicht geboten! KĂ€ufer, die ihre gebrauchten Reifen auf dem Privat- Markt erstehen, sollten in jedem Fall Vorsicht walten lassen. Von außen ist meist nicht ersichtlich, wie der Vorbesitzer mit seinen Reifen umgegangen ist. Dass beispielsweise regelmĂ€ĂŸiges “Bordsteinkantenfahren” oder das Fahren mit zu niedrigem Luftdruck einem Reifen  nicht wirklich gut tun, liegt auf der Hand. BeschĂ€digungen sind nicht immer sofort sichtbar.

Schon unsere Großeltern wussten: Wer billig kauft, kauft zweimal! Den Begriff Sicherheit definiert ja jeder anders. Wenn es schon gebrauchte Reifen sein mĂŒssen, dann definitiv vom FachĂ€ndler.

Jeder sollte sich klar machen, was ihm seine Gesundheit oder sein Leben  Wert sind.
Neue und selbsteingefahrene Reifen sind demzufolge immer die erste und beste Wahl! Gute FachhĂ€ndler haben fĂŒr ihre Kunden inzwischen wirklich preisgĂŒnstige Angebote  . Beispielsweise kann man seine Winterreifen bereits im Sommer zu sehr guten Konditionen kaufen und erst im Winter montieren lassen bzw. abholen.





In einem Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichtes Hamburg wurde entschieden, dass unter bestimmten UmstĂ€nden, keine Selbstbeteiligung bezahlt werden muss, wenn ein Mietwagenfahrer ohne Winterreifen einen Unfall verursacht. Laut Gericht , gibt es zwar keine ausdrĂŒckliche Winterreifenpflicht in Deutschland, aber die Autovermietung hĂ€tte dem Fahrer einen Wagen mit Winterreifen zur VerfĂŒgung stellen mĂŒssen.

Erstmalig wurde somit auch die Autovermietung in die Pflicht genommen, zuvor lag die Verantwortung ausschließlich beim Fahrer. Dennoch handelt es sich hier um eine Einzelentscheidung und ein Mieter eines Kfz®s sollte sich keinesfalls darauf verlassen.

Kunden sollten in der kalten Jahreszeit auf  Winterreifen am Mietwagen bestehen, denn so lÀsst sich das Unfallrisiko wegen falscher Bereifung senken!





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