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24. September 2010

Jedes Jahr das gleiche Bild? Nicht beim ADAC. Das liegt weniger daran, dass die Ergebnisse des Winterreifen-Tests grundsätzlich überraschten. Vielmehr hat der ADAC sein bekanntes Beurteilungssystem (“sehr empfehlenswert”, “empfehlenswert”) zugunsten einer “Schulnotenbewertung” geändert. Bestnote ist ab sofort ein “sehr gut”, gefolgt von einem “gut” usw.
 
Zum Test gebeten wurden in diesem Jahr Winterreifen und Ganzjahresreifen der Reifengrößen 185/65 R15 und 225/45 R17. Auch wenn es bei der Noten-Premiere noch keine “Eins mit Sternchen” gab, die Tester machten durchaus Musterschüler aus. In der 185er-Größe konnte sich neben den Platzhirschen Dunlop WinterSport und Goodyear UltraGrip mit dem Esa-Tecar SuperGrip auch ein unbekannter Reifen mit einem “Gut” besser platzieren als beispielsweise der beliebte Conti WinterContact, der aber dennoch weiterhin gute Resultate auf allen Untergründen erzielte. Deutlich wurde mal wieder, dass gerade auf chinesische Pneus kein Verlass ist. Wer z.B. auf nasser Fahrbahn mit dem Star Performer Winter unterwegs ist, sollte in jedem Fall einen Schutzengel an Bord haben.
 
Ähnliche Ergebnisse zeigten sich auch in der 225er-Größe. Continental und Dunlop mit guten Ergebnissen, begleitet vom neuen Michelin Alpin, den die Tester als “sehr ausgewogenen Reifen” und mit “Bestnoten auf Nässe” lobend hervorhoben. Durchgefallen sind die chinesischen Reifen Interstate Winter IWT-2 und Westlake SW 601 Snowmaster, die beide katastrophale Ergebnisse auf nasser Fahrbahn “erreichten”. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es ein auffallend breites Spektrum an Reifen, die mit „befriedigend“ benotet wurden. Darunter befinden sich so unterschiedliche Hersteller wie Semperit (mit dem Speed-Grip), Goodyear (mit dem UltraGrip Performance) oder Nokian (mit dem WR G2).
 
Interessant in der 185er-Reifengröße: die getesteten Allwetterreifen (Goodyear Vector 4Seasons und Vredestein Quatrac 3) machen keine schlechte Figur, auch wenn Sie gerade auf Schnee den klassischen Winterreifen unterlegen sind. Für Autofahrer in schneearmen Gebieten sind beide Allwetterreifen eine Alternative – wenn auch nicht die beste.





21. September 2010

Sinnvoll und beliebt: Pünktlich zur Reifenwechsel-Saison veröffentlichen etablierten Medien und Organisationen ihre neuesten Winterreifen-Tests. In diesem Jahr startet die Autozeitung als eine der Ersten in die “Berichtssaison”. Die Redakteure haben sich dafür die Reifengröße 195/65 R 15 T zur Brust genommen (z.B. für Golf, Astra, BMW 3er, A4, i30, Focus…) und 14 Winterreifen auf Schnee, Schneematsch, nasser und trockener Piste getestet. Unter ihnen waren mit dem Bridgestone Blizzard, Firestone Winterhawk, Michelin Alpin und Pirelli Snowcontrol vier Neuentwicklungen. Um es vorweg zu nehmen: Auch wenn es kein “Neuer” auf das Podest geschafft hat, dank guter Testergebnisse werden sie ihre Käufer finden. Gerade die neuen Pirelli- und Michelin-Reifen bieten sich als sehr ausgeglichene Winterreifen an.
 
Ganz oben anklopfen konnten sie allerdings nicht. Dort stehen mit dem Conti WinterContact (mal wieder Testsieger), dem Goodyear UltraGrip und dem Dunlop WinterSport wahre Institutionen im Bereich der Winterreifen. Diese “glorreichen Drei” überzeugen in jeder Situation mit Spitzenleistungen und sind dabei nicht teurer als andere Markenreifen.
 
Stichwort “Markenreifen”. Auch wenn No-Name-Reifen aufgeholt haben – an die Qualität etablierter Hersteller gelangen sie nicht. Gerade auf nasser Piste lassen z.B. der Lassa Snoways Era und der Nexen Euro-Win deutlich Federn. Verantwortungsbewusste Autofahrer landen daher schnell bei den bekannten Reifenmarken. Aber auch hier gibt es eine Ausnahme: Mit dem Nokian WR G2 hat es der Reifen eines eher weniger bekannten Herstellers auf den Gesamtplatz 4 geschafft. Auf trockener Fahrbahn war der Nokian sogar Klassenbester.
 
Wir können gespannt sein, welche Überraschungen die weiteren Tests bereithalten. Die Veröffentlichung des aussagekräftigen ADAC-Winterreifen-Tests steht in Kürze an.





30. August 2010

Auch im Jahr 2010 sind nach dem Boomjahr 2009 mit der Abwrackprämie leider wieder extreme Lieferengpässe bei Winterreifen, Winterkompletträdern und Stahlfelgen zu erwarten. Die Gründe dafür liegen zum Einen in dem weltweit starken Autoabsatz (Deutschland ausgenommen). Besonders die bekannten Reifenhersteller wie Continental, Michelin, Goodyear, Pirelli und Dunlop um nur die Wichtigsten zu nennen, haben grosse Kontingente ihrer Produktion für die Erstausrüstung belegt. Das spiegelt sich in überall fehlenden Produktionskapazitäten für zum Beispiel Winterreifen nieder. Hinzu kommen die vielen Werksschliessungen bei allen grossen Reifenherstellern in den letzten Jahren. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die Lager der Reifenhändler in der Saison 2009/2010 mit ihrem harten Winter völlig leer gekauft wurden.
Erste grosse Lieferschwierigkeiten sind bereits seit Juli bekannt und es ist keine Verbesserung in Sicht. Erfahrungsgemäss sind die bekannten Premiumhersteller jedes Jahr bereits Mitte September in den bekannten gängigen Grössen ausverkauft. Sollte nicht noch ein Wunder geschehen so wird es auch in diesem Jahr eine extreme Preisdynamic wie schon in 2009 bei Winterreifen und Winterkompletträdern geben. Im Herbst 2009 stiegen die Preise für Winterreifen saisonbedingt auf Grund der hohen Nachfrage um 10-30%. Dem kann man nur mit einem sehr frühen Winterreifenkauf entgegnen und sich bereits früh zum Kauf entscheiden. Zu Beginn der Saison sind die Lager des Reifenhandels noch gut gefüllt und es lässt sich meist noch das eine oder andere Schnäppchen machen.





Jetzt ist er da – der neue “Grosse Audi” der Audi A1. Mit dem Modellstart im Herbst 2010 entsteht natürlich die Frage nach Winterreifen und Winterkompletträdern für den Audi A1. So hat Audi zwar bei der kleinsten Reifengrösse 185/60 R15 auf die Reifen der Poloplattform zurückgegriffen, hat aber doch eine Felge mit einer anderen Einpresstiefe gewählt. Ausserdem hat man dem kleinen Flitzer eine bis vor Kurzem antiquierte Reifengrösse mit auf den Weg gegeben – die 205/55 R15. Auch die ersten Winterräder-Angebote für den Audi A1 gibt es schon.
Hier eine kleine Auswahl:

Winterkompletträder Audi A1

Winterreifen 205/55 R15





26. August 2010

Entweder Premiummarken wie Conti oder Goodyear oder No-Name-Marken zum Spottpreis: Reifenkäufer tendieren immer stärker zu Extremen. Darunter leiden die Reifenanbieter im mittleren Preissegment spürbar. Aus Preis-Leistungs-Sicht ist diese Entwicklung durchaus bedauerlich.
 
Solide Winterreifen zu einem akzeptablen Preis bieten z.B. Kumho und Semperit in ihren Winterreifen-Sortimenten, welche regelmäßig gute Benotungen in renommierten Tests einfahren. Dagegen fallen billigste Winterreifen z.B. von Marangoni oder Federal glatt durch das Prüfraster bspw. des ADAC-Winterreifen-Tests 2009. Auch preisbewussten Fahrzeugführern empfiehlt der ADAC daher, den relativen geringen Aufpreis für mittelpreisige Winterreifen und Winterräder in Kauf zu nehmen.
 
Wer keine Abstriche in Sachen Qualität machen möchte, greift zu Recht zu den Premiummarken. Continental mit seinem souveränen WinterContact-Reifen oder auch Dunlop mit dem Wintersport 3D-Reifen verlangen für ihren Reifen mehr Geld – sie sind dieses aber auch durchaus Wert. Gleiches gilt auch für Goodyear. Aus gutem Grund haben die Premiumreifen-Hersteller daher eine treue Käuferschaft.





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